Ich hab euch ja in einem der letzten Posts schon geschrieben, dass es zwischen mir und Master T. Probleme gäbe und ich überlege, dass er nicht mehr mein Master sein soll. Genau das ist jetzt passiert, und ich möchte kurz erklären, warum.
Ich weiß, manche Master und Slaves (oder auch Bottoms) sehen ihre Beziehung so, dass der Slave einfach nur das tun muss, was der Master befiehlt und will. Das stimmt ja im Grunde auch.

Vertrauen
Manche gehen sogar so weit zu sagen, dass ein grundlegendes Vertrauen vom Slave zum Master gar nicht so wichtig ist oder überhaupt nicht existieren muss. Da bin ich komplett anderer Meinung.
Auch wenn der Spaß des Masters natürlich an erster Stelle steht: Aber damit der Master überhaupt Spaß haben kann, muss der Slave ihm vertrauen können. Ganz besonders bei Atemspielen und oder gar, einige von euch mögen das, auch wenn es sau gefährlich ist und man es besser nicht macht, dem Spiel mit der Bewusstlosigkeit, muss der Slave/Bottom seinem Master zu 100 % vertrauen können.
Als Slave oder Bottom gibst du deinem Master nämlich das Wichtigste, das du hast – dein Leben! Also musst du ihm vertrauen!
Du musst darauf vertrauen können, dass du wieder aufwachst, dass der Master dir die Tüte vom Kopf zieht oder die Schlinge löst, bevor du bewusstlos wirst, bevor deine körperlicher Unversehrtheit in Gefahr gerät. Ohne dieses Vertrauen – egal aus welchem Grund es fehlt – kann die Beziehung zwischen Master und Slave einfach nicht funktionieren.
Dies ist keine erotische Geschichte, sondern soll nur meine erste Erfahrung mit Master T schildern. Leider muss man dazu hier und da deutlicher werden. Daher, dieser Text ist rein zu Informationszwecken. Wer nicht gleichgeschlechtlichem Sex zu Recht kommt, oder das als Anregung lesen möchte, ist hier falsch. Sorry not sorry. Ach ja, alles geschah auf gegenseitigem, eigenen Willen. Wenn hier „zwang“, „befahl“ oder ähnliches steht, dann nur im Kontext einer BDSM-Session. Ich konnte jeder Zeit frei entscheiden und konnte zu jedem Zeitpunkt abbrechen ohne mit Konsequenzen rechnen zu müssen, die ich nicht gewollt hätte. Nein war nein und nein ist nein! Es könnte auch Fiction sein.
Konnte nicht vertrauen
Und genau das ist das Problem zwischen Master T. und mir.
Ich konnte ihm einfach nicht mehr vertrauen. Es gab immer wieder Vorfälle, bei denen ich an Master T. gezweifelt habe.
Ich möchte hier nicht über die genauen Details reden, da die nur Master T. und mich etwas angehen. Es wäre auch nicht fair ihm gegenüber, da wir (er und ich) noch nicht mal darüber gesprochen haben. Letztendlich war es ein Bauchgefühl (wie ihr hier schon nachlesen könnt), warum ich einfach kein Vertrauen zu ihm aufbauen konnte. Ich hab echt mein Bestes gegeben, aber immer wenn ich mal Vertrauen gefasst hatte, hat er es mit irgendwelchen Kleinigkeiten wieder zerstört.

Kontakt abgebrochen
Ich hatte gehofft, dass wir uns diese Woche noch mal treffen, um überhaupt darüber zu reden.
Aber Master T. hat am Samstag den Kontakt komplett abgebrochen. – Das muss ich so akzeptieren.
Er wusste, wie ich meine Position sehe und wie wichtig mir Vertrauen ist. Er hat auch immer wieder gesagt, dass das für ihn in Ordnung ist. Und dann bricht er wegen einer Kleinigkeit den kompletten Kontakt ab.
Bin ich nachtragend?
Trotzdem hege ich keinen Groll, was die Zeit mit Master T. angeht.
Master T. hat mir viele schöne Dinge und Erfahrungen geschenkt. Er hat mir Nähe gegeben, genauso wie er mir Härte gegeben hat. Ich habe seine Nähe genossen, auch wenn das Vertrauen fürs Breath Control gefehlt hat.
Durch ihn habe ich zum ersten Mal den Rausch von Poppers erlebt.
Mit ihm hatte ich meinen ersten Analverkehr. Durch ihn kann ich passiven Analsex (auch ohne Poppers) genießen.
Danke, Master T.!

Und jetzt?
Ich werde weiter Ausschau nach einem neuen Master halten. Wenn ich einen neuen Master gefunden habe, oder falls Master T. und ich doch noch mal zusammenkommen, lasse ich es euch wissen.
Bleibt dran!
Der Blog geht natürlich weiter, mit neuen Sachen über andere BC-Plays.